FS-3b

Die Freaktal Singers in der Presse

Die Freaktal Singers besingen den 3. Advent

Di, 17. Dez. 2019

Adventshöhepunkt in der Kirche Oeschgen

Die Freaktal Singers verzauberten das Publikum, in der voll besetzten Kirche in Oeschgen mit ihren Stimmen. Die gelungene Abwechslung zwischen Gesang, Musik und besinnlichen Worten machten das Konzert zu einem unvergesslichen Adventshighlight.
Schon über eine halbe Stunde vor Konzertbeginn fanden sich die ersten Besucherinnen und Besucher in der Kirche ein, um sich einen Sitzplatz zu ergattern.

Anlass war das Adventskonzert der Freaktal Singers, welches schon in vergangenen Jahren auf grossen Anklang stiess. Kurz vor Konzertbeginn warteten über hundert Anwesende gespannt auf den musikalischen Advents-Höhepunkt. Der Chor, bestehend aus über 30 Sängerinnen und Sänger inklusive Band, stand entlang den Kirchenmauern und begann, den Raum mit seinen schönen Stimmen zu erfüllen. Nach dem einleitenden «Tibie Paiom» folgte der a capella gesungene Klassiker «Hallelujah», welcher das Publikum ein erstes Mal verzauberte.

Zum Mitsingen animiert
Nach den ersten stimmlichen Highlights schaltete sich auch die Band, bestehend aus Pianisten, Saxofonistin, Schlagzeugspieler und Bassisten ein und verwandelte das Gotteshaus in einen Jazzclub. Nach der instrumentalen Einlage animierte der Dirigent Arthur Buck die Gäste mitzusingen. Es folgten vertraute Gospelsongs und die Oeschger Musikfans sangen dank zuvor verteilten Liedertexten aus vollem Herzen mit. Es wurde gesungen, geklatscht und die vielen Zuhörer bewegten sich im Takt der Musik.

Die Präsidentin der Kirchenpflege, Ursula Mösch, holte das Publikum gedanklich wieder ins Gotteshaus zurück und erläuterte den Kontext der anstehenden bekannten Melodien. Die besinnliche Weihnachtsstimmung nahm die Kirche wieder ein. Es folgten weitere vertraute Melodien von berühmten Musikschaffenden aus bekannten Filmen und zum Schluss natürlich auch Weihnachtslieder zum Mitsingen. Der Chor leitete mit «Leise rieselt der Schnee» und «Stille Nacht» behutsam in die Endphase über. Doch nicht nur die Stimmen der Musikformation gaben alles zum Besten – auch die Anwesenden sangen noch einmal mit. Mit einem stolzen «Händ si guet gmacht» lobte der Dirigent Gesang, Instrumente und auch das Publikum. Mit «Feliz Navidad» wollten sich die Freaktal Singers offiziell verabschieden, doch weit gefehlt. Es folgte tobender Applaus und eine Standing Ovation, welche die Sängerinnen und Sänger zwang, ihre Stimmbänder ein letztes Mal zu aktivieren und sich mit weiteren Musikklassikern ein erneutes Mal zu verabschieden. (mgt)

10 Jahre Freaktal Singers – gefeiert wird im Monti.

Die Freaktal Singers bei einer der letzten Proben vor der Jubiläums-Matinée. Foto: Simone Rufli

Sa, 19. Mai. 2018

«Stopp, halt!» Arthur Buck schüttelt den Kopf, verwirft die Hände, unterbricht mitten in der wunderbaren Bohemian Rhapsody. «Ihr seid zu langsam. Legt die Blätter weg, schaut auf mich.» Was auf den ersten Blick tönt, als wäre Buck mit seinen Sängerinnen und Sängern unzufrieden, stellt sich als ein Zurückholen auf den Boden der Realität heraus. Als erfahrener Dirigent weiss Buck, dass gewisse Passagen im Werk von Queen für einen Laienchor einfach nicht perfekt zu meistern sind, wenn die Sänger zu stark an den Noten hängen. «Ein professioneller Sänger», wendet sich Buck an uns, «probt sechs bis acht Stunden am Tag. Da müssen wir doch realistisch bleiben und so singen, wie es unsere Möglichkeiten zulassen.»

FS-Probe

Dirigent aus Leidenschaft
Buck dirigiert seit 43 Jahren. 2008 übernahm er vom Fricktalischen Sängerbund den Auftrag, einen Projektchor fürs Gesangsfest in Wittnau zu dirigieren. Seither bilden Buck und die Freaktal Singers eine ebenso erfolgreiche wie eingeschworene Gemeinschaft. Buck verlangt viel und er weiss das. Er ist es aber auch, der sagt «wir müssen den Mut haben, Fehler zu machen». Die Sängerinnen und Sänger sind ihm dankbar für seinen Einsatz – auch das bekommen wir an diesem Abend zu sehen, zu spüren und immer wieder zu hören. Die rund 30 Chormitglieder und ihr Chef sind ein Team, das am selben Strick – und noch wichtiger – in die gleiche Richtung zieht. Marcel Freiermuth hebt den enormen Zusammenhalt einer Gruppe von Gleichgesinnten hervor, Vereinspräsidentin Helen Schmid die grosse Freude, die der Gesang in diesem Chor bereitet. Zu Beginn ein reiner Projektchor für die Sparte Unterhaltungsmusik am Gesangsfest in Wittnau 2008, sind die Freaktal Singers zu einem Verein geworden, der sich seine Projekte selber sucht. «Der Chor steht allen offen», sagt Arthur Buck und um allen, die meinen nicht singen zu können, die Hemmungen zu nehmen, fügt er hinzu: «Singen ist wie andere Tätigkeiten auch eine Übungssache und sehr viel hängt von der richtigen Atemtechnik ab. Weil ich leistungsbewusst bin und wir als Chor durchaus ambitioniert sind und uns immer neuen Herausforderungen stellen, muss jedes Mitglied ein hohes Mass an Leistungsbereitschaft mitbringen.»

Swingen, nicht singen
Und noch etwas ist Buck wichtig: «Wir singen nicht, wir swingen.» Die Jazzmusik sei nicht so berechenbar wie die klassische Musik «und Gospels mache ich, aber ungern, weil wir kein Gefühl haben für diese Musik». Auf der Homepage ist zu lesen: «Mit einem Schuss Swing, Pop und Boogie-Woogie, mit einem Windhauch zarter Lieder und Evergreens und dem Wohlklang ehrlicher Volkslieder begeistern wir in gefühlvollen, abwechslungsreichen, bezaubernden Konzerten». Begleitet wird der Chor seit Jahren von einer Jazz-Band unter der Leitung von Bob Barton am Klavier.

Dirigent Buck weiss genau, was er will, was er seinem Chor zumuten kann, was nicht und wie er aus jedem einzelnen Mitglied das Optimum herausholen kann. «Die Stimmen», erklärt er, «verändern sich im Verlauf der Jahre, klingen heute anderes als vor zehn Jahren. Dem muss man mit intensiver Stimmbildung Rechnung tragen.» Seit Anfang Jahr proben die Freaktal Singers jeweils am Freitagabend von 19.30 bis 22 Uhr in der Aula der Oberstufe (Gebäude C) in Frick. Davor genoss der Fricker Verein jahrelang Gastrecht in Gipf-Oberfrick.

Draussen ist es Nacht geworden. Es ist kurz vor 22 Uhr und der Chor stimmt zum Schluss «The Lion Sleeps Tonight» an. «Ein Lied aus unserer Anfangszeit», stellt Buck fest und treibt die Stimmen ein letztes Mal an diesem Abend zu Höchstleistungen an. Im Wissen darum, dass die Nacht kurz und die nächste Probe bereits in elf Stunden beginnt, verzichten einige auf den sonst üblichen Schlummertrunk im Dorf. Am Samstagmorgen aber um 9 Uhr stehen die 30 Sängerinnen und Sänger wieder auf der Bühne bereit. Zusammen mit der Band geht es in die Schlussphase. Viel Zeit bleibt nicht mehr bis zur Jubiläums-Matinée in Fricks Monti, darum probt der Chor nun zweimal pro Woche. Auf dass der musikalische Querschnitt durch zehn Jahre Freaktal Singers am 27. Mai mit einer Leichtigkeit über die Lippen kommt, die das Publikum im Glauben lässt, dass Singen nicht nur eine der schönsten, sondern auch eine der einfachsten Sachen der Welt ist. – Das Konzert beginnt übrigens mit Aya Ngena, dem allerersten Lied, mit dem die Freaktal Singers vor zehn Jahren am Gesangsfest in Wittnau aufgetreten sind.